Mal wieder eine PPR,
mal wieder nach Bochum


Am 26. Juni 2026 holte ich mir wieder eine PPR für die Landung auf dem Flugplatz EDLB nach Betriebsschluss.

Schon im letzten Flugbericht hatte ich solch eine PPR erklärt, dennoch hier nochmal: Ein Flugplatz nach Betriebsschluss ist rechtlich für den regulären Verkehr gesperrt, da kein Kontroll- oder Aufsichtspersonal mehr vor Ort ist. Eine PPR ist eine behördlich genehmigte Ausnahmeregelung, die dem Piloten nach vorheriger Anmeldung die Landung auf eigene Gefahr und in Absprache mit dem Betreiber auf dem geschlossenen Flugplatz erlaubt.

Gegen 19:50 Uhr lokaler Zeit startete ich zu einem Flug, nach Bochum sollte es wieder gehen. Landen wollte ich erst nach 21 Uhr. Und der Flugplatz EDLB Borkenberge schließt um 20 Uhr.


Zur Zeit der Schließung des Platzes flog ich am Kohlekraftwerk Datteln vorbei. Je später am Abend man startet, desto ruhiger ist es in der Luft häufig - nicht immer, aber sehr oft. Der aufsteigende Dampf des Kühlturms zeigt, wie ruhig es in der Luft war.


Auch die Brückenbaustelle bei Schloss Bladenhorst über den Dortmund-Herne-Kanal hatte ich bei meinem letzten Flug abgelichtet, damals ging die alte Brücke noch über den Fluss. Inzwischen ist sie schon verschoben.


Die Ausfahrt 25 „Castrop-Rauxel Bladenhorst“ der Autobahn 42, also der Ort, wo der Westring unter der Autobahn durchführt, sah aus der Luft sehr interessant aus.


Es dauert mit dem Flugzeug gar nicht so lang und schon ist man über Bochum, hier über der Gegend, in der wir wohnen. Ich genieße es immer wieder, den eigenen Wohnort zu überfliegen und abzulichten.


Weiter ging mein Flug in südliche Richtung und ich kam an einen weiteren Brückenneubau, die Bochumer Brücke des Lohring über die Bahnlinien.

Im Vordergrund des Bildes ist der Blumenfriedhof zu sehen, oben links die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule.


Mein Weg führte mich vorbei an der Bochumer Fiege-Brauerei. Das Fiege-Bier ist rund um Bochum bekannt und beliebt. Ich mag Bayerisch-Helle lieber, habe mir auf mancher längeren Wanderung aber immer gerne an einer Bude oder Tankstelle ein „Fiege Gründer“ geholt.


Mein Weg zur Arbeit von Bochum nach Dortmund mit dem Fahrrad führt mich jeden Tag am Neubaugebiet am Bochumer Hauptfriedhof vorbei. Die Baufortschritte sind enorm, hier mal ein Photo davon.


Die Kreuzung der Wittener Straße, an der der Lohring (unten im Bild) zum Steinring wird, fand ich photographierenswert.

Ganz oben im Bild ist die Christ-König-Kirche zu sehen. Dieses Haus wurde einst allein für den Gottesdienst und die Verherrlichung Gottes geweiht und ist bis heute nicht profaniert. Dennoch finden hier seit 2010 weder Liturgie noch eucharistische Anbetung statt, sondern Kunstausstellungen.

Nie vergessen werde ich die Tränen eines alten Mannes, der mir von der Entstellung seiner Erstkommunion- und Trauungskirche erzählte. In seinen Tränen spiegelte sich für mich die tiefe Verletzung wider, die viele Gläubige empfinden, wenn ein Haus Gottes nicht mehr seiner eigentlichen Bestimmung dient. Solche Tränen sagen mehr als viele Diskussionen.

Manchmal frage ich mich, ob uns der Eifer Jesu um das Haus des Vaters ein wenig verloren gegangen ist...


Auch der Ort, wo die Universitätsstraße über die A448, den ehemaligen Sheffieldring mit dem neuen Studentenwohnhaus rechts im Bild führt, gefiel mir sehr gut. Den Begriff „Studierendenwohnhaus“ verwende ich bewusst nicht, weil ein „Studierender“ nur ein solcher in dem Moment ist, in dem er studiert. Legt er sich aber schlafen, dann spätestens ist er ein Konfliktfall, weil die Nebenläufigkeit eines substantivierten Partizips hier einen logischen Kurzschluss mit der Tätigkeit des Schlafens schafft.

Wer hier mehr erfahren möchte, dem sein mein Film Restringierte Sprache, restringiertes Denken - Schöne neue Welt? ans Herz gelegt.


Das Bochum-Stiepeler Zisterzienserkloster war das Ziel dieses Fluges, von hier trat ich den Rückflug an.

Natürlich ist auch dieser vorhergehende Satz zu überdenken. Wenn ich dort von einem Ziel spreche, dann wäre Wendepunkt geeigneter. Das „Ziel“ ist teleologisch korrekt, weil hier das Wort Ziel als Absicht und nicht als geographischer Ort verstanden werden muss.

Die Stiepeler St.-Marien-Kirche ist seit Dezember 2025 der Ort, an den mich der Essener Bischof als Diakon hin versetzt hat: Besser geht nicht!


Die Bochumer Ruhr-Universität ist im Moment eine große Baustelle. Naja, sie ist inzwischen auch in die Jahre gekommen.


Mein Rückflug führte mich nochmal am Bochumer Fernmeldeturm vorbei...


...und natürlich dann auch an unserer Wohngegend. Auf dem Rückflug flog ich etwas tiefer, wobei ich die vorgeschriebene Mindesthöhe über bewohntem Gebiet strikt einhielt.

Na ja, zumindest laut meinem Höhenmesser: Bei geschätztem QNH zeigte er gut fünfhundertfünfzig Meter über Normalnull - was bei einem Land an dieser Stelle mit 105 Metern über dem Meeresspiegel (Normalnull) und dem knapp einhundertvierzig Meter hohen Bochumer Funkturm in der Nachbarschaft gerade so für den gesetzlichen Sicherheitsabstand gereicht haben sollte.


An der Ortsgrenze der beiden Bochumer Stadtteile Bergen und Grumme, kurz vor dem Bochumer Wärmekraftwerk, wird eine neue Brücke über die A43 gebaut, sie ist nun fast fertig.

Seit Jahren vermietet ein findiger Bauer kleine Gemüse-Parzellen an Selbstpflanzer; im modernen Deutsch nennt man solche Ländereien „Mietgärten“ - sie sind hier unten rechts im Bild zu sehen.


Die Dachbegrünung des Gebäudes des Sanitärunternehmens Hasenkamp GmbH am Kreisverkehr der Steiger-Stein-Straße und Dietrich-Benking-Straße sieht aus der Luft großartig aus. Das scheinen Sitzbänke auf dem Dach zu sein.


Natürlich flog ich auch noch am Neubau des Heinrich-von-Kleist-Gymnasiums vorbei.


Es ist immer wieder sehr beruhigend, den Rhein-Herne-Kanal in nördlicher Richtung zu überfliegen. Ab hier finden sich wieder ausreichend viele Notlandeplätze. Zwar fliegt die Uli Rebell total zuverlässig und gut, Notlandungen hatte ich aber mit früheren Luftgeräten mehrere.


Nach anderthalb Stunden landete ich wieder auf dem Flugfeld des Platzes EDLB Borkenberge. Ein wunderbarer Flug war es.