Bochum ruft...


Für 25. Mai 2026 hatte ich eine PPR, eine „Prior Permission Required“, (wörtlich übersetzt: „vorherige Genehmigung erforderlich“, also einfach nur eine „Erlaubnis“) dafür, dass ich außerhalb der Öffnungszeiten des Flugplatzes EDLB landen durfte. Und so startete ich 20 Minuten vor der Schließung des Platzes zu einem Flug nach Bochum.

Für einen solchen Flug hatte ich eine Zeit von anderthalb Stunden angenommen und angegeben.

An der St.-Vitus-Kirche in Olfen führte mich mein Weg vorbei, die Turmuhr zeigt an, dass es kurz vor 20 Uhr war.


Auch am Henrichenburger Schiffshebewerk flog ich vorbei und hatte damit schon fast die Hälfte der Strecke nach Bochum zurückgelegt. Über Sparbecken, Verlustwasser und andere spannende Schleusenthemen habe ich mich in meinem Film „Mit der Uli Rebell über Kanälen und Schleusen rund um den Flugplatz EDLB Borkenberge“ ausgiebig auseinander gesetzt.
Dann kam Bochum in Sicht und vor allem die Ortsteile Grumme und Voede, an deren Grenzen wir wohnen.

Links ist der Bochumer Fernmeldeturm zu sehen und in der unteren Bildmitte das Bochumer Ruhrstadion.


Unbedingt wollte ich über den Bochumer Tippelsberg fliegen, wie ich es 2009, 2010 und 2023 auch schon getan hatte. Stand da irgendein Auto oben auf dem Berg? Andere Photos zeigen es deutlicher, aber ich will auf keinen Fall irgendjemand anschwärzen...


Bochum Grumme und die St.-Liborius-Kirche, schöne Erinnerungen werden wach, wenn ich dieses Photo betrachte.

Und rechts neben der Kirche ist die Straße „Am Eschenbruch“ zu sehen, in der ich über sieben Jahre wohnte. Man kann sogar noch die Fenster meiner Dachbodenwohnung sehen. Schöne alte Zeiten. Aber jetzt nicht sentimental werden und lieber zum nächsten Bild wechseln...


Inzwischen wohnen wir seit über 20 Jahren auf der anderen Seite der Autobahn A40. Auch eine wirklich schöne Wohngegend.


Von hier aus ließ ich den Blick schweifen über die Bochumer Innenstadt. Im Vordergrund ist die Propsteikirche zu sehen.


Bochum ist alles in allem eine sehr grüne Stadt mit vielen Bäumen. Mir ist das besonders aufgefallen im Kontrast zu anderen Städten, die ich inzwischen überflogen habe und die wesentlich weniger begrünt sind. Und unser Wohnquartier macht da zum Glück keine Ausnahme.


In der Heilig-Kreuz-Kirche an der Castroper Straße habe ich am 28. November 2015 meine erste Predigt gehalten. Mir war es damals ganz wichtig gewesen, direkt am Tag der Weihe zum Ständigen Diakon meinen Dienst hier zu beginnen.

Gerne erinnere ich mich daran und auch, wie wir danach mit Familie und Freunden auf den Weihnachtsmarkt gegangen sind.


Etwas weiter Richtung Dortmund wollte ich noch fliegen. Im Bild die Brücke des Sheffieldringes über die Bahnlinie nahe der Castroper Straße.


Weiter führte mich mein Weg über den Ümminger See, einem Ort, an dem ich jeden Tag auf dem Weg zu meinem Dortmunder Arbeitsplatz vorbei radle.

Im Jahr 2024 hatte ich hier auf Basis von §24 der Gemeindeordnung NRW mal eine Anregung und Beschwerde an die Stadt Bochum gerichtet, um das westliche Ufer für den Fahrradverkehr frei zu geben. Ich hatte Erfolg und in der WAZ erschien ein kurzer Arikel: Dank Ulrich Franzke ist der Rundweg am Ümminger See wieder frei. Jetzt kann man mit dem Fahrrad wieder um den See fahren, auch wenn man für die Oststrecke einen kleinen (und anstrengenden) Umweg nehmen muss.


Das Schienennetz am Bahnhof Langendreer sieht aus der Luft sehr interessant aus.


Mein Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad führt mich über die Dürener Straße zum Rheinischen Esel, einem wunderschönen Radweg von Bochum über Witten nach Dortmund.

Der Rheinische Esel verläuft im Bild an der Baum- und Ackergrenze links im Bild.


Das Institut der Fraunhofer Gesellschaft, an dem ich arbeite, ist im linken Bildrand zu sehen. Einfliegen in diesen Bereich darf ich ohne Genehmigung des Dortmunder Flughafens nicht, also machte ich es auch nicht.

Rechts oben im Bild ist das Dortmunder BVB-Stadion und links davon das Messegelände zu sehen.


An der Dortmunder Zeche Zollern führte mich mein Rückflug vorbei.


Das Bochumer Ruhrpark-Einkaufszentrum ließ ich linker Hand liegen und steuerte auf den Bochumer Ortsteil Gerthe zu.


Den Schulneubau des Heinrich-von-Kleist-Gumminasiums, der in Insiderkreisen auch „Power-Riegel“ genannt wird, musste ich natürlich auch noch ablichten und sofort nach der Landung meinem Sohn Johannes schicken, der auf diese Schule geht.


Bei Schloss Bladenhorst entsteht gerade eine neue Brücke, die wohl demnächst über den Rhein-Herne-Kanal geschoben werden wird. Mit dem Fahrrad bin ich schon sehr oft über die alte Brücke gefahren.


Auch die Brücke Sprung-über-die-Emscher konnte ich noch photographieren. Wie man sieht, ist diese Brücke inzwischen in Betrieb und Menschen sind darauf zu sehen.

Als besonders fliegerfreundlich muss ich einsortieren, dass in der unteren Bildmitte aus Grünzeug das Wort „EmscherLand“ erstellt worden ist. Damit kann nun auch der des Kartenlesens unkundige Pilot erkennen, wo er gerade ist. Vorbildlich!


Der Dattelner-Meer-Bogen, die bunte Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal nordöstlich von Datteln konnte ich auch noch im Bild festhalten.

Nach anderthalb Stunden landete ich wieder auf dem Flugplatz EDLB Borkenberge. Ein sehr schöner Flug war es.


Astrid schreitet mit ihrer B196er Führerscheinerweiterung immer weiter voran und hat Freude daran. Bald werden wir zusammen mit den Mopeds zum Flugplatz fahren können. Ich freu mich drauf.