Am 30. September 2026 startete ich gegen 18:03 Uhr Ortszeit mit der
kleinen gelben Uli Rebell vom Flugplatz EDLB Borkenberge zu einem
weiteren Flug. Schon kurz nach dem Start fiel mir der Tiny-Haus-Park
am Dülmener See auf. Diese kleinen Häuser finde ich richtig gut,
in so einem Teil könnte ich mir durchaus vorstellen zu wohnen.
Man muss sich schließlich auch ein wenig einschränken können.
Direkt daneben bräuchte ich allerdings eine Scheune mit mindestens
250 m² Abstellfläche...
Weiter führte mich mein Flug über Lavesum und die St.-Antonius-Kirche,
deren Turm mit seiner mehrfach abgestuften Haube aus der Luft
besonders schön zu sehen war.
Der Fernmeldeturm in der Hohen Mark sah aus wie ein viel zu groß
geratener Pilz, der zwischen den Bäumen aus dem Wald gewachsen war.
Als ich noch ein Kind war, fuhren wir oft mit der ganzen Familie
zum Pilzesuchen in den Wald, und Vater belohnte den ersten gefundenen
essbaren Pilz öfter mit einer Mark. Für diesen hier hätte es
allerdings keine gegeben.
Diese kleine Ansammlung von Höfen und Wohnhäusern am Tannenberger Weg
nahe der Granatstraße gefiel mir mit dem vielen Grün zwischen den
Gebäuden und den Feldern gleich vor der Haustür ausgesprochen gut,
zumal hier auch die eine oder andere brauchbare Scheune dabei zu
sein scheint...
Auch diese kleine Siedlung an der Granatstraße, Ecke Eppendorfer
Straße, gefiel mir gut, mit dem Wald direkt hinter den Häusern
und den Feldern davor, wobei sich in manchen Baumkronen schon
der Herbst bemerkbar machte. Zum Pilzesuchen hätte man es hier
jedenfalls nicht weit.
Hier stand nun mit dem Fördergerüst von Schacht 8 der Zeche
Auguste Victoria ein Stück Heimat vor mir, denn Kohle und
Fördertürme gehören für mich einfach zu unserer Gegend, auch
wenn die Anlagen inzwischen stillstehen und immer mehr davon
verschwindet. Der Schacht in Lippramsdorf wurde ab 1963 zunächst
für die Belüftung der Grubenbaue angelegt und später für die
Seilfahrt und den Materialtransport ausgebaut, hier fuhren also
die Bergleute ein und das Material unter Tage.
Die St.-Lambertus-Kirche in Lippramsdorf schaute ich mir auch
noch von oben an, denn bei aller Begeisterung für Fördertürme
dürfen die Kirchtürme auf meinen Flügen natürlich nicht zu
kurz kommen.
Der Chemiepark Marl sah aus der Luft wirklich gigantisch aus,
und beim Anblick dieser Menge an Tanks, Rohrleitungen und
Produktionsanlagen fragte ich mich, ob das eigentlich alles
zu einer einzigen Firma gehört. Tatsächlich sind hier etwa
20 Unternehmen angesiedelt, deren rund 100 Produktionsanlagen
sich auf ungefähr sechs Quadratkilometer verteilen und über
Stoffströme und Energieversorgung miteinander verbunden sind.
In Wulfen-Barkenberg fielen mir diese Wohnanlagen auf, die mit
ihren unterschiedlichen Farben und Formen zwischen den vielen
Bäumen aus der Luft durchaus etwas haben. Besonders die
treppenförmig aufgebauten Häuser hinten im Bild fand ich
interessant, sie gehören zur sogenannten roten Finnstadt,
die der finnische Architekt Toivo Korhonen entworfen hat.
Da hat man sich beim Bauen jedenfalls etwas einfallen lassen,
und Platz für Grün ist zwischen den Häusern auch noch geblieben.
Am Wasserschloss Lembeck standen schon etliche weiße Zelte,
die vermutlich für die Veranstaltung „Indian Summer“ aufgebaut
wurden, denn vom 2. bis 4. Oktober sollten hier über 160 Aussteller
Dinge für Haus und Garten, Kunsthandwerk und allerlei Leckereien
anbieten. Den passenden Herbst dazu lieferten manche Bäume im
Schlosspark bereits, während das Schloss mit seinen Türmen
und Wassergräben auch ohne Verkaufsstände ein lohnendes Motiv war.
Die St.-Laurentius-Kirche in Lembeck hat eine lange Geschichte,
denn die Pfarrei wurde bereits 1217 schriftlich erwähnt, während
der ältere Teil des heutigen Kirchengebäudes aus dem
15. Jahrhundert stammt und 1936 durch einen quer dazu errichteten
Neubau erweitert wurde, was sich aus der Luft gut nachvollziehen
lässt.
Die St.-Antonius-Kirche in Klein Reken habe ich schon oft
photographiert, aber wenn ich ohnehin hier vorbeifliege,
darf sie natürlich wieder mit auf ein Photo, zumal die Bäume
rundherum langsam Farbe bekommen und damit auch ein vertrautes
Motiv jedes Mal ein wenig anders aussieht.
Zum Schluss noch ein Blick auf den Bonhoeferring in Bahnhof
Reken, wo mir besonders die roten Straßen zwischen den Häusern
gefielen, die dem ganzen Wohngebiet aus der Luft etwas
Freundliches geben. Danach ging es zurück nach Borkenberge,
wo ich gegen 19 Uhr Ortszeit nach knapp einer Stunde wieder
landete, zufrieden nach einem weiteren wunderbaren Flug.