Krudenburg


Lange hatte ich diesen Flug nach Krudenburg schon als Antwort auf eine Eintragung in mein Gästebuch geplant. Am 29. Juli nach der Arbeit war es endlich soweit, ich konnte den Flug antreten. Bei fast Nullwind schaffte ich es nach wenigen Metern gut in die Luft, wahrscheinlich weil Elmar der Fluglehrer und Andreas am Haltepunkt der Startbahn in der C22 saßen und zuschauten.

Astrid kommentierte abends die Bilder mit den Worten: "Endlich mal wieder andere Photos...". Und auch ich hatte viel Spaß damit, mal wieder in einer anderen Gegend geflogen zu sein.

Übrigens habe ich den Schieber des Schwimmers im Vergaser etwas verbogen, dass dieser nun ein wenig früher schließt und damit die Schwimmerkammer nicht ganz so voll ist mit Benzin; die Probleme mit dem Motor waren schon geringer. Demnächst werde ich noch ein bisschen mehr an diesem Blech biegen...

Auf fast gerader Strecke flog ich vom Flugplatz Schwarze Heide zum Wesel-Datteln-Kanal. Kurz vor dem Wasser wurde es fürchterlich thermisch. Obwohl keine Wolken am Himmel waren, flog ich an diesem Tag recht tief.

Ziel erreicht: 270 Meter schräg unter mir lag Krudenburg. Besonders im nordwestlichen Teil des Ortes hätte das Dorf durchaus den Namen "Swimmingpool-Hausen" verdient, viele der Häuser zeigen eigene Bademöglichkeiten auf. Bei diesem Wetter mit über 30 Grad ist der eigene Pool fast ein ähnlicher Genuss wie der Blick auf diese Pools aus 300 Metern Höhe (und damit ca. drei Grad weniger Temperatur).

Viel Spaß hat es mir gemacht, ein schon lange geplantes Flugziel endlich zu erreichen. Ebenso schön war es, mit dem Schirm mal wieder in dieser Gegend geflogen zu sein.

Über Hünxe flog ich zurück zum Flugplatz, nicht allzusehr nach 19:00h wollte ich dort sein, ich hatte mich nämlich für einen Flug mit unserer C22 eingetragen.

Der zweite Alleinflug nach der Einweisung, mein Puls war ziemlich hoch. Und das sogar schon im Rollfeld auf der Erde. Dennoch startete (und landete) ich zweimal an diesem Tag mit der C22.

Das Starten ist auch nicht das Problem, hier habe ich ein totales Gefühl für das Flugzeug. Selber kann ich sehr schwer den Moment zwischen dem Rollen und dem Fliegen ausmachen, irgendwann steigt das Flugzeug und ich merke es erst daran, dass der Boden deutlich tiefer liegt.

Ich bin die letzten Male mit etwas Gas gelandet, kurz über dem Boden und nach dem Ziehen des Steuerknüppels habe ich dann noch etwas Gas gegeben, um sanfter den letzten Meter nach unten zu kommen. Sicher nicht elegant, tut aber sehr gut seinen Zweck und schont das Fahrwerk ungemein.

Der zweite C22-Flug an diesem Tag führte mich zum Kraftwerk Voerde (ganz links im Bild) an den Rhein, nachdem ich zuvor den Oberhausener Gasometer besucht hatte.

Ja, das Fliegen mit einem Flugzeug kann auch Spaß machen! Und der fluglehrerfreie Blick nach rechts aus dem Flugzeug, das ungehinderte Sehen dessen, was unter der rechten Tragfläche so passiert, erhöht diesen Spaßfaktor immens!

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Ulrich Franzke <sinus@ulrich-franzke.de>