Zum Gasometer


Wunderbares Wetter war es und auch der Wind passte endlich: Am 10. Juli sollte wieder geflogen werden. Der Start sollte vom Flugplatz EDLD Dinslaken Schwarze Heide erfolgen, die Landung auch. Um 18 Uhr war ich am Platz und bald danach in der Luft. Ich hatte die Landegebühr sofort bei meiner Ankunft entrichtet, denn ich wollte lange in der Luft bleiben; wenigstens bis kurz vor Schließung des Platzes.

Bald nach meinem Start flog Tim S. mit seinem Trike an mir vorbei, ich hatte ihn auf der Wiese neben der Startbahn schon getroffen.

Unter einem roten Schirm fliegt ein Tim - jetzt aber ein anderer und ohne Trike: Mit Tim K. war ich zusammen nach EDLD gefahren und von dort gestartet.

Diagonal durch das Bild zieht sich die Neukölner Straße des Ortes Oberhausen Sterkrade. Im Garten links der Straße ganz oben im Bild, wo das Haus schon abgeschnitten ist, wohnt Tims Patenkind, das da als winkender weißer Punkt gerade noch zu erkennen ist.

Tim drehte einige Runden und photographierte ausgiebig, ich auch.

Weiter ging der Flug, auf Höhe der Zeche Prosper-Haniel war die Idee für einen Abstecher zum Oberhausener Gasometer geboren.

Kurz vor der Autobahn 42 Abfahrt Sterkrade überflogen wir den Oberhausener Ortsteil Eisenheim und die Fuldastraße. Hier wirkt mein ehemaliger Russenmotorraddealer, dessen Hof und Werkstatt in der Mitte des linken oberen Bildquadranten gut zu sehen ist.

Tja, damals, als ich noch ein Dnepr-Gespann und eine URAL fuhr...

Und auf diesem südlichen Kurs direkt hinter der A42, die unten links im Bild gerade noch zu sehen ist, und wenige Meter hinter der Emscher liegt der weithin bekannte Oberhausener Gasometer.

Es juckte mir in den Füßen, meine Flughöhe abzubauen und mit der Fußspitze das Teil kurz zu berühren - natürlich verzichtete ich auf diesen extremen und sehr gefährlichen Höhenabbau.

Direkt angrenzend an das Gelände des Gasometers, dessen Schatten unten im Bild noch zu sehen ist, liegt das Einkaufszentrum Centro. Ich hatte die Turbulenzen schon früher gespürt, spätestens ab hier waren sie nicht mehr zu leugnen: Es wurde etwas sportlicher in der Luft in dieser Gegend!

Die Lust am Weiterfliegen konnte uns das nicht verderben, zu schön war dieser Flug bisher gewesen.

Noch ein Stück entlang der Emscher und der neben ihr verlaufenden A42, noch ein wenig in östlicher Richtung weiter, dann drehten wir ab.

Ich wollte ja noch ein paar Photos von Gladbeck machen...

Die Vestische Straße trennt das Gartencenter (unten im Bild) vom Neubaugebiet, aus der Luft ein echter Augenschmaus.

Viel Spaß hatte ich an einem Heißluftballon, den ich eine ganze Strecke seines Weges und entgegen meiner gewünschten Flugrichtung begleitete. Allerdings vermied ich es, direkt über ihm zu fliegen; wenn die Dinger ihre Heißluftdüsen öffnen, steigen sie mit Geschwindigkeiten nach oben, die Motorgleitschirmflieger noch nicht mal in einer saugenden Gewitterwolke erreichen würden...

Ziemlich zu Beginn der A31 liegt eine Fabrikanlage, die ich bisher nur als Vorbeifahrer kannte. Das hat sich nun also geändert.

Kurz vor dem Gladbecker Phenolwerk liegt an der Forststraße (ganz oben im Bild) ein Neubaugebiet, das dringend photographiert werden wollte.

Mein Ziel hatte ich nun auch erreicht, das Phenolwerk und oben im Bild die Mozartstraße.

Ein genial schöner Flug war es. Nach einer Stunde und 23 Minuten und einer Flugstrecke von etwas über 50 Kilometern landeten wir wenige Minuten vor Schließung des Platzes wieder in EDLD. Fünfeinhalb Liter Benzin hatte ich verbraucht.

Esther und Sarah mussten sich Papis Berichte über diesen schönen Flug schon mehrfach anhören...

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e-mail:

Ulrich Franzke <sinus@ulrich-franzke.de>